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Ihr Hund hat Angst


ALLGEMEIN ÄNGSTLICHER HUND

Bei einem ängstlichen Hund wird mit Leckerli und Spielzeug auf seine Angst eingegangen und sie wird verstärkt. Wenn er z. B. beim Spaziergang vorgeht, vielleicht sogar an der Leine zieht, wäre es sehr hilfreich, an der LeinenFÜHRUNG zu arbeiten, was heißt, SIE führen den Hund statt umgekehrt. Dann kann er sich auf Sie verlassen und muss keine Angst mehr haben. Auch, wenn Sie verbal versuchen, den Hund zu beruhigen, verstärken Sie die Angst, denn Hunde verstehen und nun mal nicht. Er merkt nur Ihre Unsicherheit, meint, Sie haben auch Angst. Besser ist es immer bei einem ängstlichen Hund, ihn kommentarlos das angsteinflößende Objekt betrachten zu lassen und ihm damit zu zeigen, dass es nicht gefährlich für ihn ist.



TRENNUNGSANGST

Wenn Ihr Hund es schon nicht ertragen kann, dass Sie das Wohnzimmer verlassen, hat er natürlich eine Menge Stress, wenn Sie die Wohnung verlassen.
Hunde als Rudeltiere haben sehr viel Stress, wenn sie nie gelernt haben, alleine zu bleiben. Man sollte ihnen das, möglichst im Welpenalter in ganz kleinen Schritten mit viel Geduld und Zeit beibringen.
Üben Sie mit ihm das alleine bleiben, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, sofort wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte den Hund dabei nicht beachten, einfach rausgehen und rein kommen. Der Hund soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen langweilig finden, erst dann kann er entspannen. Wenn Sie merken, dass er entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn er sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen. 
Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt der Hund, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.

ANGST VOR AUTOFAHREN

Falls der Hund schon Angst hat, auch nur in die Nähe des Autos zu gehen, sollte man da mit dem Üben anfangen. Solange an dem Auto vorbeigehen, bis er das entspannt kann. Dann erst auf das Auto zugehen bis er entspannt, alles in ganz kleinen Schritten. Dann den Hund vor dem Auto sitzen lassen, dann kurz Tür auf, Tür zu, dann sich selbst reinsetzen, Hund bleibt draußen, dann mit dem Hund die eine Tür rein, die andere raus, wenn möglich. Erst, wenn er entspannt im Auto ist, schließen Sie die Tür ganz kurz.
Wenn er sich aufregt, gehen Sie wieder einen Schritt zurück. Wenn Sie zu schnell vorgehen, bekommen Sie die Angst nicht weg, also brauchen Sie sehr viel Geduld. 
Starten Sie das Auto, auch wieder nur kurz und steigern die Zeit ganz langsam, bis Sie eine kurze Strecke fahren.

GEWITTERANGST

viele Hunde haben Angst vor Gewitter und es ist auch schwer bis unmöglich, da etwas zu trainieren.
Sie können versuchen, mit einer Geräusche CD zu arbeiten oder z. B. hier: http://www.salamisound.de/gewitter-sounds
Gewittergeräusche runterladen.
Fangen Sie aber ganz leise an und geben dem Kleinen etwas Leckeres zu kauen. Mit etwas Glück verbindet er dann etwas Positives mit dem Gewitter.
Es ist allerdings sehr schwer weil mittlerweile viele Privatleute ein Feuerwek veranstalten. Meine Hunde hatten nie Angst vor Gewitter oder Silvester, bis sie sich wegen mehreren Knallern sehr erschrocken hatten. Jetzt haben sie Angst davor.
Sie können aber versuchen, Ruhe auszustrahlen. Trösten Sie den Kleinen nicht, lassen Sie ihn aber in Ihrer Nähe.
 



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